Beresina-Haus

Ein unscheinbarer Stall steht hoch über dem Dorf Zermatt, für jeden sichtbar. Dieses Gebäude entstand 1811 auf Grund weltgeschichtlicher Gegebenheiten.

Beschreibung

Hoch über dem Triftbach, gegenüber dem Restaurant Edelweiss, am "Turuwang uf dem Pfad" steht das über 200 Jahre alte Holzgebäude. Es wurde 1811 errichtet. Dieser Stall erinnert an Napoleon und an die Schlacht an der Beresina, an der heutigen Grenze zu Weissrussland.

Rekrutierung von Soldaten für Napoleon Bonaparte

Als Napoleon Bonaparte seinen Russlandfeldzug vorbereitet, liess er Soldaten auch aus der Schweiz und dem Wallis rekrutieren. Die Schweiz war damals (1803-1813) faktisch ein französischer Vasallenstaat. Rund 12'000 Schweizer und Walliser bildeten vier Regimenter. Jedes Dorf im Wallis war verpflichtet, mindestens einen Soldaten für den Russlandfeldzug zur Verfügung zu stellen. Macherorts fanden sich Freiwillige - meist wohl auf Grund bitterer Not.

In Zermatt konnte kein Freiwilliger gefunden werden. Um nicht einen Bürger für diese ungewisse Gefolgschaft für Napoleon zu zwingen oder durch ein Los zu bestimmen, beschlossen die Zermatter ein anderes Vorgehen. Wenn ein Freiwilliger sich dem Heer anschliessen würde, bekäme er auf dem "Fad" im "Turuwang" einen Stall mit umliegender Wiese geschenkt. Auf diese Weise liess sich in Zeiten wirtschaftlicher Not und Armut tatsächlich ein Freiwilliger finden, dem dieser Stall nach seiner Rückkehr übergeben werden sollte.

Der Stall wurde gebaut, der Freiwillige zog in den Krieg. Doch leider kehrte er nie aus Russland zurück und konnte den Stall nie in Besitz nehmen. Da rund tausend Schweizer und Walliser in der Schlacht an der Beresina ihr Leben lassen mussten, heisst dieser Stall im Volksmund noch immer "Beresinahüs".

Kriegsfakten Russlandfeldzug Napoleons von 1812

  • 600'000 Mann bei Napoleon, 420'000 Mann in der Armee von Zar Alexander I.
  • 12'000 Schweizer in der Armee von Napoleon
  • Napoleons Winter in Moskau: tausende Soldaten sterben an Hunger und Kranheit
  • Rückzugs-Schlacht am Fluss Beresina vom 26.-28. November 1812
  • Pontoniere bauen wenige Brücken und stehen dabei im eiskalten Wasser
  • viele sterben an Unterkühlung oder ertrinken
  • die Schweizer decken die übersetzende Armee, sie kämpfen am Schluss nur noch mit Bajonetten
  • am 26. November leben noch 300 Schweizer, 1/3 davon ist verwundet
  • weniger als 40'000 Mann der Napoleon-Armee kann den Rückzug des Russlandfeldzugs antreten

Quelle:

Zermatt Inside, 01/2013, "Zermatt anno dazumal - das Beresina-Haus", von Dr. Thomas Julen, eine Zusammenfassung.

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