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Klettern am Riffelhorn – der Traum aller Plaisirkletterer

Das Riffelhorn ist das Kletter-Paradies schlechthin – guter Fels, schönste Aussicht und mit Minimalaufwand erreichbar. Nun ist auf die Sommersaison 2012 die neue Kletterroute „Bartgeier“ eröffnet worden, mit Variante „Querdenker“.

Das Riffelhorn (2928 m) gilt als Vorbereitungs- und Trainingskletterberg für grössere Exploits wie das Matterhorn. Aber auch einfach so – es ist einer der schönsten Kletterberge weit und breit. Denn er vereint alle Vorteile, die es braucht: In 15 Gehminuten von der Station der Gornergratbahn Rotenboden erreichbar. Aussicht auf über 20 Viertausender, auf den Gornergletscher und das Breithorn, guter Fels, variantenreiche Kletter-Routen. Schlicht: Ein Klettertraum.

Der „Bartgeier“ pfeift

In Zermatt wartet nun eine neue Attraktion auf alle Freude des Kletterns. Die beiden Zermatter Bergführer Richard Lehner und Reinhard Zeiter haben eine neue Kletterroute eingerichtet. Sie heisst „Bartgeier“, mit Variante „Querdenker“. Sie misst vier Seillängen und entspricht dem Schwierigkeitsgrad UIAA durchgehend 4+. Der Fels ist griffiger Gneiss, der eine schöne variable Kletterei an der Südostkante des Riffelhorns erlaubt. Die Kletterstrecke ist teilweise exponiert, mit super Aussicht auf das Monte Rosa-Massiv und den Gornergletscher.

Den Zustieg erreicht man bequem ab Bahnstation Rotenboden. Man folge den Wegspuren Richtung Südwand-Routen. 30 Meter nach der Durchquerung des markanten Couloirs über die Südostkante – beim Einstieg ein Borhaken als Markierung vorhanden. In der dritten Seillänge nach rund fünf Metern links queren. Der Ausstieg erfolgt vom letzten Stand 50 Meter über ein Schrägband Richtung Norden (UIAA 2) zum Ausstieg vom Riffelhorn.

Notwendige Ausrüstung: Da die Route zum Teil selber abgesichtert werden muss, braucht es ein 45 Meter langes Seil, Keile und Friends.

Exponierte Variante Querdenker
Wer die Variante Querdenker wählt, geht vor der Querung vom „Bartgeier“ aus rechts hinüber zum „Querdenker“. Hier ist es exponierter (UIAA 5+) als im „Bartgeier“, mit Exposition Ost. Leute, hier zieht der Wind um die Ohren. Hang loose, Berg Heil!

Steinadler

Bartgeier
Der Vogel flog Patenschaft
„Bartgeier“ ist übrigens kein Phantasiename. Denn ab und zu kreist einer dieser majestätischen Grossvögel über dem Riffelhorn. „Während der Arbeit für die Routenvorbereitung flog ein Bartgeier wenige Meter am Fels vorbei“, erzählt Richard Lehner. Der Vogel flog respektive stand somit für die neue Kletterroute Patenschaft. Bartgeier haben eine Spannweite bis zu 2,6 Metern und sind die grössten Vögel der Alpen. Sie sind im Flug nicht mit Adlern zu verwechseln: Die Anordnung der Spannen ist leicht gesenkt, im Gegensatz zum Steinadler – seine Schwingen werden im Flug V-förmig leicht nach oben gehalten.

Aber auch der kleine Bruder des Bartgeiers ist am Riffelhorn zu sehen – der ganz normale Steinadler. Er hat eine Spannweite von bis zu 2,2 Metern und kreist öfter über dem Riffelhorn. Es sind immer wieder Steinadler im Jugendkleid (bis zum 5., bzw. 7. Lebensjahr) sichtbar, mit weissen Federn im Bereich der inneren Handschwingen und den äusseren Armschwingen, bei der Fingerung.

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