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Europäischer Solarpreis 2010 für Zermatt Bergbahnen

Das Solar-Restaurant auf dem Matterhorn glacier paradies (Klein Matterhorn) hat am 10. Dezember in Berlin den Europäischen Solarpreis 2010 erhalten. Somit hat das Restaurant den Schweizer Solarpreis 2010, den es bereits im September erhalten hat, noch getoppt.

Das ist für uns die Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind», sagte Christen Baumann, CEO der Zermatt Bergbahnen, heute anlässlich der Entgegennahme des Europäischen Solarpreises 2010 in Berlin. Der Europäische Solarpreis wird von EUROSOLAR seit 1994 jährlich an Unternehmen vergeben, die sich um die Nutzung und Anwendung erneuerbarer Energien besonders verdient gemacht haben. Die Jury lobte insbesondere die hohe Publikumswirkung des Projektes aufgrund der vielen Besucher auf dem Klein Matterhorn. Mit ihren wegweisenden Projekten setzen die Zermatt Bergbahnen AG die Reihe der Pionierleistungen fort, die vor über 200 Jahren in Zermatt ihren Anfang fanden: Bereits 1767 machte der Genfer Naturforscher und Erstbesteiger des Klein Matterhorn, Horace Benedict De Saussure, hier erste Experimente zur Nutzung der Sonnenenergie. Das erstaunt nicht: Mit über 2500 Sonnenstunden im Jahr ist das Matterhorn glacier paradise die eigentliche ’Sonnenstube der Schweiz’. 

Energieeffizienz im hochalpinen Klima 
Die Zermatt Bergbahnen AG setzen bei der Entwicklung ihrer Infrastruktur auf drei Pfeiler. Der erste ist die Effizienz: die eingesetzte Energie soll möglichst viel Wirkung erzielen. Erneuerbare Energien bilden den zweiten Pfeiler und der Dritte ist die Nutzung von CO2- freiem elektrischem Strom in Gebäuden und im Betrieb der Anlagen. Das Solarrestaurant am Klein Matterhorn setzt hier an. Einerseits bietet der Neubau den Gästen eine zeitgemässe, attraktive Infrastruktur: Die vorfabrizierte Holzkonstruktion beherbergt im Erdgeschoss einen Shop und ein Restaurant mit 100 Plätzen, im Obergeschoss ein Raum mit 50 Plätzen und eine Unterkunft für 40 Alpinisten. Andererseits setzt er Massstäbe hinsichtlich Energieeffizienz. Auf über 3'800 m.ü.M. ist der Bau extremen klimatischen Verhältnissen ausgesetzt. Windgeschwindigkeiten bis zu 300 Stundenkilometern und Temperaturen von minus 30 Grad Celsius und insbesondere auch das Risiko der Überhitzung durch die intensive Sonnenstrahlung stellten die Planer und Ingenieure vor besondere Herausforderungen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich an: 
Markus Hasler 
CEO Zermatt Bergbahnen AG
Tel. +41 (0)27 966 0101 
markus.hasler@zbag.ch
Photovoltaik und Wärmedämmung 
Die gewählte Konstruktion und das Energiekonzept erfüllen die hohen Anforderungen des Minergie-P Standards. Der gesamte Stromverbrauch für Heizung und Lüftung wird aus der in die Fassade integrierten Photovoltaik-Anlage gewonnen. Eine eigentliche Innovation ist die Hinterlüftung der Fassade. Sie verhindert die Überhitzung der Solarpanels; gleichzeitig kann dadurch die Aussenluft für die Lüftungsanlage vorgewärmt werden. 52 Zentimeter Wärmedämmung und dreifach verglaste Fenster sorgen für einen geringen Energieverlust. Mit dem Ziel möglichst alle Stoffkreisläufe im Haus zu schliessen, wurden auch im Umgang mit der knappen Ressource Wasser geeignete Lösungen gefunden. Das Gebäude besitzt eine eigene Membranreaktor-Kläranlage, dabei kann das gereinigte Abwasser aus Küche und Waschräumen für die Toilettenspülung genutzt werden. 

Im nächsten Schritt zum Solar Peak 
Jährlich besuchen über eine halbe Million Menschen aus der ganzen Welt das Matterhorn glacier paradise. Die heutige Infrastruktur wird diesen Besucherzahlen nicht gerecht. Die Zermatt Bergbahnen planen deshalb weitere Schritte. «Das Solarrestaurant ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, diesen Weg setzen wir fort», kommentiert Verwaltungsratspräsident Hans-Peter Julen, die Zukunftspläne der Bahn. «Mit einer sorgfältigen Gestaltung und umweltgerechter Architektur wollen wir einen Ort schaffen, der es den Besuchern ermöglicht, die fantastische Bergwelt zu geniessen. Die heutige 'Tunnel- und Technik-Atmosphäre' an der Bergstation des Matterhorn glacier paradise wird diesem Anspruch in keiner Weise gerecht. Wir stellen deshalb zurzeit Überlegungen an, wie wir diesen Aussichtspunkt, an dem heute schon hohe Besucherströme verkehren, besser gestalten können». Die Erkenntnisse aus dem Bau des Solarrestaurants fliessen direkt in die Planung des weitgehend energieautarken Gebäudes ein. Vorerst sind die Projektskizzen zu konkretisieren. Diese werden als erstes der Zermatter Bevölkerung vorgelegt und erst dann öffentlich vorgestellt. Die Zermatt Bergbahnen AG werden über die weiteren Schritte in diesem Projekt zur gegebenen Zeit informieren. 


Zermatt Tourismus | Tel +41 27 966 81 00 | info@zermatt.ch