Auf Biketour mit dem Gastgeber

Hotelier Ruggero Palazzo ist sportlich. Darum geht er auch gerne mit seinen Stammgästen auf Mountainbike-Tour. Sei es steil hoch auf Sunnegga oder nach Schwarzsee, nahe dem Matterhorn. Die Gäste freuen sich und geniessen den besonderen Bike-Tag mit ihrem Gastgeber.

Das Hotel Hemizeus war eines der ersten Zermatter Hotel mit dem  offiziellen Zertifikat "Bike Hotel". Nicht von ungefähr, denn die Gastgeberfamilie Ruggero (44) und Patricia Palazzo ist sportlich. Die ganze Familie geht oft zusammen auf Mountainbike-Tour. Natürlich dem Alter der Söhne Gianluca (11), Tiziano (9) und Andrea (7) angepasst. Den berühmten Moos-Trail, dem einfachsten Trail in Zermatt, schaffen alle locker. Die Kinder auch mal alleine. 

Von Klein auf

Ruggero Palazzo macht alles, was es in Zermatt an sportlichen Herausforderungen gibt: klettern, mountainbiken, wandern, skifahren: "Drei Mal in der Woche bin ich am Trainieren", sagt er. Sein Ziel: die berühmte Patrouille des Glaciers, das Skibergrennen, das alle zwei Jahre im April stattfindet und als härtester Teamwettkampf der Welt gilt. Um die notwendige Fitness zu erlangen, brauche es Abwechslung in den Trainingseinheiten. "Aber am liebsten bin ich mit dem Mountainbike unterwegs", erklärt er.

Von Klein auf sitzt er im Velosattel. Mit 5 Jahren bestreitet er schon die ersten Rennen mit dem Strassenrennvelo. Mit 20 steigt er auf das Mountainbinke um. Einer seiner Hotelstammgäste ist damals schon Thomas Frischknecht, der Mountainbike-Weltmeister von 1996. Generell sind viele der Stammgäste im Hotel Hemizeus sportlich. Ski-Nationalmannschaften aus der ganzen Welt gehen ein und aus, Bergläufer und natürlich Mountainbiker.

Was Biker so brauchen

Das Hotel Hemizeus weist einen abschliessbaren Bike-Raum auf, so wie es die hotelleriesuisse verlangt, damit ein Hotel als Bike-Hotel gilt. Hinzu kommt eine Waschstation mit Wasserschläuchen, Spezialwerkzeug und vieles mehr. Wenn es zu grösseren Reparaturen kommen sollte, empfiehlt Ruggero beste Sportgeschäfte in Zermatt. Denn das Verhältnis der Bikebesitzer zu ihren teuren Bikes sei ein äusserst inniges: "Manchmal hat man das Gefühl, dass ihnen ihr Bike wichtiger ist als die Ehefrau", sagt Ruggero lachend.

Auch auf die Ernährung schauen die Biker: manche möchten fast ausschliesslich Kohlenhydrate essen, andere eher "low carb" mit Fleisch, Gemüse und Salat. "Wir richten uns nach den Bedürfnissen der Gäste und bieten entsprechendes Essen", sagt Ruggero.  

Unterwegs in Begleitung des Gastgebers

Ruggero geht gerne mit seinen Gästen auf Bike-Tour. "Ich frage sie, was sie machen möchten, und dann fahren wir los." Aber mit einem sportlichen Gastgeber natürlich eher nicht mit der Bergbahn: "Mit meinem Bike habe ich noch nie eine Bergbahn benutzt", sagt Ruggero, überrascht über diese Frage, wo er denn hochfahre. Schliesslich transportieren in Zermatt mit einer Ausnahme alle Bergbahnen (Trockener Steg – Matterhorn glacier paradise) auch Mountainbikes. Mit seinen Gästen macht er zwei Touren besonders gerne. Favorit ist dabei die Strecke Sunnegga – Grünsee – Riffelalp. Klar, dass man dabei im Grünsee auch noch ein Bad nimmt und sich vom prickelnden Bergseewasser erfrischen lässt.

Die zweite Tour geht via Furi und Stafelalp zum Schwarzsee. Bei den Touren sind natürlich Besuche im Bergrestaurant Programm: "Die Mountainbiker sind schliesslich Geniesser", sagt Ruggero lachend. Und erzählt von einem etwas speziellen Tag in Zmutt. Es regnet aus Kübeln. Man setzt sich spontan ins Restaurant. Aus der Rast wird ein sehr langer Tag: "Wir fuhren erst bei Dunkelheit nach Hause. Da hat es nicht mehr geregnet." Aber am nächsten Tag habe es dann "im Kopf geregnet", sagt er verschmitzt.

Als ganz besonderen Tipp verrät Ruggero Palazzo: "Eine Tour mit Start am Morgen früh gehört zum schönsten, was es in Zermatt gibt – mit Sonnenaufgang am Matterhorn."

 

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