„La Traversata“: neuer Winter-Klettersteig auf der Grenze

05.01.2016

Die Zermatter Bergführer haben einen neuen Klettersteig eröffnet – „La Traversata“, zu Deutsch der Übergang, die Querung. Überquert werden die Felsen im Gebiet des Furggrates. Dabei geht es praktisch immer entlang der Grenze, die Italien von der Schweiz trennt.

„Dieser Winterklettersteig ist nur für geübte Alpinisten, die sich gewohnt sind, mit Steigeisen und angeschnallten Skiern in Fels und Eis zu klettern“, sagt Kurt Lauber, Hüttenwart der Hörnlihütte, Bergführer und Mit-Initiator des neuen Klettersteiges. 

Zwischenhalt in der Geisterstation

Den Winter-Klettersteig macht man am besten in der Gruppe oder individuell, aber immer mit einem Bergführer. Dieses neue Angebot ist im Alpin Center Zermatt buchbar.
Zuerst geht es per Sessellift ab Trockener Steg (2‘939 m) zum Furggsattel (3‘300 m). Von da läuft man rund eine Stunde bis zum Einstieg in den Klettersteig. Der Klettersteig weist fixe Stahlseile auf, bei denen man sich – wie bei allen Klettersteigen üblich – von Punkt zu Punkt mit der Ausrüstung gesichert weiterbewegen kann. Die Durchquerung des Klettersteigs dauert rund eine Stunde, bis schliesslich die geschichtsträchtige Bergstation Furggen erreicht wird. Diese Geisterstation diente von 1951 bis in die Neuzigerjahre als Bergstation einer Seilbahn. Sie war nach dem Zweiten Weltkrieg eine Pionierleistung der Tourismusvisionäre von Breuil/Cervinia in Italien.
Nach der Rast in diesem Adlerhorst geht es per Skier in einer eindrücklichen Abfahrt in einem Halbkreis Richtung Cervinia. Immer mit der Südwand des Matterhorns im Rücken.

Alpin Center Zermatt, La Traversata
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