Patrouille des Glaciers, wir kommen!

Dienstag den 29. April 2014

Vierter Teil der Serie über die Patrouille des Glaciers (PDG). Heute: Verfolgen Sie uns live auf unserem Weg von Zermatt nach Verbier. An der diesjährigen Austragung des Rennens wird ein Team des «Tages-Anzeigers» teilnehmen. Gastautor Jost Fetzer berichtet in lockerer Folge darüber.

von  Jost Fetzer

Während sich die ersten Skitourenteams in Zermatt bereits gegenseitig auf den Füssen herumstehen und nervös dem Start der Patrouille des Glaciers entgegenfiebern, sitzt das Team Tages-Anzeiger noch immer im Flachland im Büro. Aber keine Angst, auch wir werden rechtzeitig in Zermatt am Start stehen und mit viel zu viel Adrenalin und zu wenig Schlaf an der PDG 2014 starten.

Start in der Nacht vom Freitag auf den Samstag

Seit Jahren findet die PDG wegen des grossen Andrangs in zwei Läufen statt. Die ersten Rennläufer werden deswegen bereits am Mittwoch, 30. April ab 21 Uhr in Zermatt loslaufen und am Donnerstag, 1. Mai ab 8 Uhr in Verbier erwartet. Start der Eliteläufer mit den Titelverteidigern Martin Anthamatten, Yannick Ecoeur und Florent Troillet ist am frühen Samstagmorgen, dem 3. Mai, um 03.00 Uhr. Obwohl das Team Tages-Anzeiger keinerlei Siegerambitionen hegt, wurden wir diesem zweiten Rennen zugeteilt, jedoch fällt unser Startschuss bereits am Freitagabend um 21.45 Uhr. Trotz der frühen Startzeit werden wir voraussichtlich erst gegen Mittag und somit einiges nach den Siegern die Ziellinie in Verbier überqueren.

Fondue und Weisswein für die Zuschauer, Kuhglocken für die Läufer

Das Rennen bietet auch für die Zuschauer ein riesiges Spektakel: In Zermatt herrscht auf der Bahnhofstrasse Volksfeststimmung bis früh in den Morgen, in Arolla ziehen die Teams mitten in der Nacht durch das Dorf und von der Rosablanche aus können die Zuschauer das Leiden der Athleten beim langen und steilen Aufstieg wunderbar mitverfolgen. Hier oben herrscht eine Stimmung wie an der Tour de France: Hartgesottene Fans verbringen die Nacht auf dem Gletscher im Zelt, wärmen sich mit reichlich Walliser Weisswein und Fondue vom Campingkocher und feuern die vorbeiziehenden Teams mit Kuhglocken und «Allez! Allez!»-Rufen an. Beim Zieleinlauf in Verbier versammeln sich Familien und Freunde der Teilnehmer und feuern auch noch das letzte Team frenetisch an.

Das Team Tages-Anzeiger online mitverfolgen

Wer nicht selber ins Wallis reisen kann um dem Geschehen beizuwohnen, kann das Rennen dennoch live mitverfolgen. Alle Teams tragen einen GPS-Tracker auf sich und können online oder mit der entsprechenden App für iPhone und Android auf Schritt und Tritt mitverfolgt werden. Das Team Tages-Anzeiger trägt die Startnummer 2192 und wir freuen uns über jeglichen virtuellen und reellen Support!

Mit Apfelstrudel den Kohlenhydratspeicher füllen

Unser Training für die PDG ist nun abgeschlossen: Auf einer letzten Tagestour auf den frisch verschneiten Pizol wurden wir von den Dynafit-Skitourenprofis mit letzten Tipps und Tricks versorgt. Und vergangene Woche gewöhnten wir uns auf Touren im Berninagebiet an die dünnere Luft in grosser Höhe: Morgens Skitouren auf den Il Chapütschin, Piz Glüschaint, Piz Sella, Piz Bernina und Piz Palü, nachmittags den Kohlenhydratspeicher füllen mit Apfelstrudel und Pasta, nachts schlafen auf über 2600 Höhenmetern. Auch wenn wir wegen des Neuschnees nicht alle Traumgipfel erreichten, so fühlen wir uns nun doch bereit für das grosse Abenteuer PDG.

Dies sind die letzten News im Outdoorblog vor unserem Start an der PDG. Am 1. Mai reisen wir nach Zermatt, und wenn alles nach Plan läuft, treffen wir am 3. Mai in Verbier ein. Für News vom Start- und Zielgelände folgen Sie mir auf Twitter.

Jost Fetzer, Rennläufer an der Patrouille des Glaciers 2014

Jost Fetzer schrieb diesen Artikel für den Tages-Anzeiger Outdoor Blog: Link


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