Matterhorn: Erstbesteigung von 1865

Das Matterhorn galt lange als nicht besteigbar. Am 14. Juli 1865 gelang es dem Briten Edward Whymper, zusammen mit drei Bergführern und drei Engländern, den Gipfel zu erreichen. Nur drei Personen überlebten den Abstieg.


Viele Alpinisten hatten versucht, auf den Gipfel des Matterhorns zu gelangen - keinem war es gelungen, weder von der italienischen Seite, noch von der Zermatter Seite her. Am 14. Juli 1865 gelang der Siebner-Seilschaft von Edward Whymper die Erstbesteigung. Die Gruppe stieg über den Hörnligrat auf die sogenannte "Schulter", und weiter oben, im Bereich der heutigen Fixseile, wich sie in die Nordwand aus. Edward Whymper erreichte als Erster den Gipfel. Ihm folgten der Bergführer Michel Croz (aus Chamonix), Reverend Charles Hudson, Lord Francis Douglas, Douglas Robert Hadow (alle aus England) sowie die Zermatter Bergführer Peter Taugwalder Vater und Peter Taugwalder Sohn. Beim Abstieg der Erstbesteiger stürzten die vorderen vier der Seilschaft (Croz, Hadow, Hudson und Douglas) noch oberhalb der "Schulter" über die Nordwand tödlich ab. Drei der Toten wurden einige Tage später auf dem Matterhorngletscher geborgen, die Leiche von Lord Francis Douglas wurde bis heute nie gefunden.

Tod provoziert die touristische Entwicklung von Zermatt

Aufgrund des Todes von Lord Francis Douglas wollte die damalige britische Königin, Queen Victoria, ein Verbot erlassen. Sie sagte, sie wolle nicht mehr, dass wertvolles englisches Adelsblut am Matterhorn vergeudet werde. Ihr Ansinnen fachte die Neugierde und den Tatendrang britischer Alpinisten erst recht an. Britische Reisende und Alpinisten kamen von da an in Scharen nach Zermatt, um ebenfalls das Matterhorn zu sehen und zu besteigen. Die touristische Entwicklung von Zermatt nahm damit ihren Anfang. Die britischen Gäste sind Zermatt seit Generationen treu.