Sprache: Deutsch
Zermatt. No matter what
 

*Zermatt / Matterhorn

Allalinhorn (4'027 m ü.M.)

Das Allalinhorn (oder Allalin) ist einer der leichtesten und meist bestiegenen Viertausender der Alpen, weil die Metro Alpin bis auf fast 3500 m ü.M an den Gipfel heranführt und dieser von der Bergstation in etwa zwei Stunden erreichbar ist. Der Gipfel befindet sich im Mischabelkamm zwischen Saastal und Mattertal und gehört zu der Allalingruppe, zu welcher auch der Alphubel, das Strahlhorn und das Rimpfischhorn gehören. Das Allalinhorn ist eine weisse Kuppe zwischen den beiden Bergsteiger-Metropolen Saas-Fee und Zermatt. Wie von einer Kanzel aus, kann man vom Allalinhorn fast die gesamten Westalpen überblicken. 

Namensherkunft
Der Name Allalin bezieht sich nicht nur auf den Berg, sondern auch auf das östlich unter dem Gipfel gelegene Gebiet. Die Namensherkunft ist sehr umstritten. Die Endbetonung lässt einerseits auf eine vordeutsche Herkunft schließen. Andererseits verleitete der Name Allalin Christian Moritz Engelhardt 1840 zur „Sarazenenhypothese“, wonach Sarazenen im 10. Jahrhundert eine Reihe von Namen im Saastal und bis ins Simplon-Gebiet hinterlassen hätten. Engelhardt gibt als Namensform Alalain an und führt diese auf das arabischische „ala ain“ (über der Quelle) zurück.
 
Eine andere Deutung stammt aus dem Jahr 1976. Der Schriftsteller Jules Guex beruft sich auf einen Brief Johann Ulrich Hubschmieds, welcher den Namen Allalin auf das keltische akarnos (‚Ahorn‘) zurückführt. Ein Diminutiv agarinus habe sich dann allmählich zu agalin gewandelt, das im Valle Verzasca ‚kleiner Ahorn‘ bedeutet. Im noch nicht germanisierten Saastal sei dann daraus ayalin geworden, aus welcher Hubschmied die hybride Form all’ayalin konstruiert, welche später von den einwandernden Alemannen zu Allalin gemacht worden sei. Auch diese Deutung findet keine allgemeine Akzeptanz. Angesichts fehlender historischer Belege gibt es jedoch keine eindeutigen Erklärungen. 

Geschichte / Sage 
Der Bergführer Camillo Supersaxo aus Saas Fee war über 1000 mal auf dem Allalinhorn. Zum Jubiläum wurde auf dem Gipfel von Bischof Eldingen eine Messe abgehalten.




Höhe

4'027 m ü.M.

Erstbesteigung

28. August 1856

Erstbesteiger

Franz-Josef Andenmatten, E.L. Ames, Imseng


Erstbesteigung

 Bereits im Jahr 1828 wurde der Allalinpass von Heinrich Michaelis und einem Führer überschritten und somit wurde die Route zum Südwestgrat erschlossen. Erst 28 Jahre später gelang die Erstbesteigung des Allalinhorns über denselben Grat. Am 28. August 1856 führten der aus Saas Grund stammende Pfarrer Johann Josef Imseng und sein Knecht Franz Josef Andenmatten den Engländer Edward Levi Ames auf den Gipfel.
Der heutige Normalweg, der Nordwestgrat, wurde erstmals am 1. August 1860 von Franz Josef Andenmatten, zusammen mit Sir Leslie Stephen, F. W. Short, Frederick William Jacomb, C. Fisher, Moritz Anthamatten, Peter Taugwalder und Johann Kronig begangen.

 

 

Der Berner Gymnasiallehrer und Historiker Heinrich Dübi bestieg am 27. Juli 1882 den Gipfel mit den Führern Alphons und Peter Supersaxo über den schwierigen Nordostgrat und stieg dann über den Hohlaubgrat ab. Somit wurden gleich beide Grate zugleich erstbegangen.
Der Hohlaubgrat wurde erst fünf Jahre später im Aufstieg bewältigt, am 12. Juli 1887, durch die Engländer Harold Ward Topham, C. H. Redall und dem Führer Aloys Supersaxo. Aloys Supersaxo und der Brite C. A. C. Bowlker hatten ein Jahr zuvor die Südwand, welche Kletterschwierigkeiten des IV. Grads aufweist, erstbestiegen.

Die erste Winterbesteigung des Allalinns gelang dem Schweizer R. Bracken im Jahr 1907 im Alleingang. Die erste Skibesteigung vollbrachten am 17. April desselben Jahres die beiden Zürcher A. Hurter und Max Stahel mit den einheimischen Othmar und Oskar Supersaxo.

Informationen für Wanderer

Verschiedene Wandertipps mit Sicht auf den Berg

Weg der Stille (Gornergrat - Kelle - Grünsee)
Kristallweg (Rothorn paradise - Fluhalp - Stellisee - Blauherd)

Bergbahnen-Angebote

Preise

Informationen für Ausflügler

Infos über die verschiedenen Peaks

Matterhorn glacier paradise
Gornergrat

Informationen für Bergsteiger / Alpinisten

Talort

Saas-Fee (1'803 m ü.M.)

Ausgangspunkte

Station Mittel Allalin (3'460 m ü.M.)
Britanniahütte (3'030 m ü.M.)

Verschiedene Routen

Westflanke (Normalweg)
Wenn man die Metro Alpin Bahn benutzt, ist die Besteigung des Allalinhorns als Tagestour möglich. Der Anstieg über die Westflanke beginnt bei der Station Mittelallalin der Metro Alpin (3'454 m ü.M.) und von dort aus quert man zuerst das Pistengebiet in Richtung Westen. Der Anstieg führt auf der fast immer ersichtlichen Spur unter den Séracs der Allalinhorn-Nordwand hindurch und einige Spalten und Schründe müssen bis zum Feejoch umgangen werden. Vom Joch aus geht es in östlicher Richtung über den gemütlich steilen Firnhang auf den südlich des Gipfels gelegenen Gratrücken. Vom Gratrücken Aus gelangt man in wenigen Minuten zum Gipfelgrat und dann zum Gipfel, auf welchem ein aus einigen Felsen bestehendes Kreuz steht. Diese Route dauert ungefähr zwei Stunden, Schwierigkeitsgrad L.
Eine Zugangsmöglichkeit zu dieser Route besteht von Längfluh (2'870 m ü.M.). Diese Alternative bietet bei Nächtigung im Berghaus Längfluh die Möglichkeit, dem größten Andrang während der Betriebszeiten der Bergbahnen zeitlich auszuweichen.

Hohlaubgrat (Ostgrat)
Die Britanniahütte ist der Ausgangspunkt der Besteigung über den Hohlaubgrat, welcher den Allalin- und Hohlaubgletscher voneinander trennt. Im oberen Teil ist der Grat ziemlich scharf geschnitten. Mit Ausnahme einer etwa 20 Meter hohen Felsstufe knapp unterhalb des Gipfels, der Schlüsselstelle der Route, besteht der obere Teil überwiegend aus Firn. Von der Britanniahütte führt zunächst ein Pfad in südwestlicher Richtung zum Hohlaubgletscher hinunter, auf welchem man sich zunächst am nördlichen Rand des Gletschers hält, um die Spaltenzone des Gletschers zu umgehen. Später biegt man südlich in Richtung der ersten deutlichen Einsattelung des Hohlaubgrats ab. Auf etwa 3100 m ü.M. wird der Grat betreten. Man  gelangt dann entweder über Blockwerk direkt auf dem Grat, oder in der rechten, nördlichen Gletscherflanke zu einem Gratgipfel (3'597 m ü.M.). Nach kurzem, aber markantem Abstieg führt der Anstieg über einen langen, steilen Hang zur Ostschulter und dann an den Gipfelaufbau. Die folgende, teilweise brüchige Felsstufe ist mit Bohrhaken versehen und weist Kletterschwierigkeiten des II. Grades auf. Über zwei Seillängen gelangt man zum Gipfelfirn und schliesslich zum Gipfel. Insgesamt dauert diese Route 4 Stunden. Eine weiterere Aufstiegsmöglichkeit zum oberen Teil des Grats besteht von der Metro Alpin Station Hohlaub auf 3300 m ü.M. Durch eine Röhre gelangt man direkt auf den Hohlaubgletscher und über diesen zum Hohlaubgrat.

Südwestgrat vom Allalinpass
Der Weg der Erstbesteiger wird heute weit seltener als die Westflanke oder der Hohlaubgrat begangen. Sowohl von der Britanniahütte, als auch von der Täschhütte ist der Allalinpass in etwa drei Stunden erreichbar. Erst führt der Weg über Firn, später auf Felsen zur der auf 3'752 m ü.M. gelegenen Schulter. Über den Firngrat geht es dann weiter zum felsigen Gipfelaufschwung. Das darauf folgende schwierige Gratstück wird über die Südostflanke umgangen um anschließend zum Grat zurückzukehren. Schliesslich gelangt man zum Gipfelfirn und auf den Gipfel. Vom Allalinpass dauert der Aufstieg 1½ Stunden.

Verpflegungsstellen /
Berghütten

Station Mittel Allalin (3'460 m ü.M.)
Britanniahütte (3'030 m ü.M.)

Bergführer-Erfahrungen / Tipps Das Allalinhorn ist der leichteste 4000er von Saas-Fee aus.


Zermatt Tourismus | Tel +41 27 966 81 00 | info@zermatt.ch