Sprache: Deutsch
Zermatt. No matter what
 

*Zermatt / Matterhorn

Parrotspitze (4'432 m ü.M.)

Die Parrotspitze ist eine der neun selbständigeren 4000er des Monte Rosa-Massivs mit einer Schartenhöhe von 136m. Die Schartenhöhe eines Berges ist ein wesentliches Merkmal zur Bestimmung seiner Eigenständigkeit (vergleiche die Schartenhöhe beim Balmenhorn und Schwarzhorn). Von Westen und Osten her erscheint die Parrotspitze in Pyramidenform, von Norden als Buckel. Sie ist mit Firn bedeckt – das ist Altschnee (Harsch), der entsteht, wenn Schneekristalle durch Abtauen und Gefrieren zu grösseren, graupelartigen Einheiten verschmelzen. Anders der Eindruck von Süden: Hier präsentiert sich der Berg als Steilwand.

Namensherkunft
Benannt wurde der Gipfel durch den österreichischen General und Topografen Ludwig von Welden, der dem deutschen Arzt und Naturwissenschaftler Johann Jakob Friedrich Wilhelm Parrot, einem Pionier des Alpinismus, ein Denkmal setzte.

Geschichte/Sage
Eine zweite Parrotspitze gibt es in der Türkei – das ist der Hauptgipfel des Ararat, dem Berg, auf dem nach alttestamentarischer Überlieferung die Arche Noah nach der Sintflut gelandet sein soll. Diesen 5137m hohen Berg bestieg Parrot als erster. Am Monte Rosa-Massiv war der Arzt mit seiner Expedition 1816 gescheitert.

Höhe

4'432 m ü.M.

Erstbesteigung

16. August 1863

Erstbesteiger

Eine erste Expedition durch die Briten Hereford Brooke, George und Adolphus Warburton Moore mit den Bergführern Christian Almer und Matthias Zumtaugwald aus der Schweiz über die Ostwand der Parrotspitze bis zum Abschlussgrat kurz unterhalb des Gipfels, scheiterte.
Die zweite Expedition am 16. August 1863, geführt durch Melchior Anderegg und Peter Perren, mit ihren Gästen Reginald S. Macdonald, Florence Crauford Grove, Montagu Woodmass und William Edward Hall war erfolgreich. Sie führte über den Westgrat und gilt heute als Normalweg auf den Gipfel.



Informationen Wanderer

Verschieden Wandertipps mit Sicht auf den Berg

Wanderung vom Gornergrat zur neuen Monte-Rosa-Hütte

Hütten auf dem Weg/Picknick

Gornergrat, neue Monte-Rosa-Hütte

Bergbahnen-Angebote

Mit der Gornergrat-Bahn Zermatt-Rotenboden-Zermatt

Informationen Ausflügler

Infos über die verschiedenen Peaks

Vom Gornergrat hat man die schönste Sicht auf die Parrotspitze
Mit der Gornergrat-Bahn Zermatt-Gornergrat-Zermatt

Kurze, einfache Spaziergänge oder Wanderungen

Rotenboden-Riffelberg

 

Informationen für Bergsteiger/Alpinisten

Talort

 

Alagna Valsesia (1'190 m ü.M.)
Ausgangspunkt
Capanna Gnifetti (3'611 m ü.M.)
Rifugio Città di Mantova (3'498 m ü.M.)

Verschiedene Routen

  • Der Normalweg folgt der Route der Erstbesteiger über den Westgrat. Ausgangspunkt der Gletschertour ist die Gnifettihütte (3'647 m ü.M.) in Italien. Von dort auf meist vorhandener Spur in 2½ Stunden zum Piodejoch (4'283 m ü. M.) bei der Ludwigshöhe. Von dort in weiteren 30 Minuten in NO-Richtung auf den Westgrat und über diesen (bis 40° steil) auf den Gipfel. Im Winter und Frühjahr stellt diese Route den gebräuchlichsten Skianstieg dar.
  • Auf der Schweizer Seite ist der Westgrat von der Monte-Rosa-Hütte (2'795 m ü. M.) aus über den Grenzgletscher erreichbar. Diese Route wird allerdings seltener begangen.
  • Aufgrund der geringen Entfernungen im Monte-Rosa-Stock wird die Parrotspitze häufig im Rahmen von Überschreitungen besucht. Ein Beispiel hierfür ist der Aufstieg über den Normalweg und daran anschließend der Abstieg über den Nordostgrat ins Seserjoch (4'296 m ü. M.) und von dort der erneute Aufstieg zur Signalkuppe mit der Capanna Regina Margherita. (Auch in umgekehrter Richtung von der Signalkuppe aus zur Gnifettihütte machbar.) Mit wenig Mehraufwand ist es möglich, im Aufstieg von der Gnifettihütte das Balmenhorn, die Ludwigshöhe oder das Schwarzhorn zu überschreiten.

 

Verpflegungsstellen/
Berghütten

Capanna Gnifetti (3'611 m ü.M.)



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