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Die Zermatter Bergbahnen auf dem Weg zur Fusion - ein Generationenentscheid

10.10.2001

Die Verwaltungsräte der vier Gesellschaften haben sich heute einstimmig für ein zukünftiges Zusammengehen entschlossen. Der Entscheid bedarf noch der Zustimmung der Aktionäre. Klappt alles wie geplant, geht die Fusion im Winter 2002 (rückwirkend auf 1. Januar 2002) über die Bühne. Ein Generationenentscheid für Zermatt bahnt sich an.

Die vier Zermatter Bergbahngesellschaften haben heute ihren Willen unterstrichen, ihre Kräfte zu bündeln und den wachsenden Herausforderungen im sich rasch ändernden Tourismusmarkt zu begegnen. Die Verwaltungsräte der Matterhornbahnen AG (MHB), Zermatter Rothornbahnen AG (LSU) und Standseilbahn Zermatt-Sunegga AG (ZSB) haben in getrennten Verwaltungsratssitzungen beschlossen, den Generalversammlungen die Fusion der 3 Bergbahnen zu beantragen und die Anlagen der Sport Area der GGB als Sacheinlage zu übernehmen. Der Verwaltungsrat der GGB Gornergrat-Monte Rosa-Bahnen AG (GGB) hat ebenfalls heute der Übertragung ihrer Sport Area als Sacheinlage gegen eine entsprechende Beteiligung am Aktienkapital auf die neue Gesellschaft zugestimmt. Die GGB verbleibt als eigenes unabhängiges Unternehmen und betreibt als Kerngeschäft weiterhin die Zahnradbahn Zermatt-Gornergrat. Eine Leistungs- und Entschädigungsvereinbarung zwischen der neuen Gesellschaft und der GGB regelt die gegenseitige Zusammenarbeit. Die drei Unternehmen bilden die neue Bergbahngesellschaft, an der die GGB beteiligt ist. Die neue Gesellschaft beabsichtigt, die Geschäfte bereits ab der Sommersaison 2002 operativ zu führen.

Branchenleader mit neuen Eigentumsverhältnissen

Die neue Unternehmung wird einen jährlichen Verkehrsertrag von rund Fr. 50 Mio. erwirtschaften. Damit wird sie die grösste reine Seilbahngesellschaft der Schweiz.

In der neuen Bergbahn-Gesellschaft werden die Burgergemeinde zu 23%, die Munizipalgemeinde zu 21%, die GGB zu 22% und private Aktionäre (vorwiegend aus Zermatt) zu 34% beteiligt sein. Burgergemeinde, Munizipalgemeinde und GGB räumen sich ein gegenseitiges Vorkaufsrecht an ihren Aktien ein.

80 Mio. Investitionen geplant

Die neue Unternehmung will innerhalb der nächsten 3 Jahre rund 80 Mio. Franken in Neubau und Modernisierung der Transportanlagen, Skipisten und Servicedienstleistungen investieren. Diese sollen vollständig aus den erarbeiteten Eigenmitteln finanziert werden.

Nutzung von Synergiepotentialen

Synergien entstehen in den Bereichen Unterhalt, Reparaturen, Versicherungen, Gebühren und Verwaltung. Durch den Abbau von Doppelspurigkeiten kann der Personalaufwand um rund 15% reduziert werden. Die Anpassung soll innerhalb der nächsten zwei Jahre stufenweise unter Ausnutzung der natürlichen Fluktuation erfolgen. Dabei wird eine Verbesserung der Qualität der Arbeitsplätze und deren langfristige Sicherung angestrebt. Die neue Gesellschaft wird in ihren Stammbereichen im Winter über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen.

Mehr Qualität für den Gast

Die Zermatter Bergbahnen wollen mit diesem Schritt vor allem ihr Angebot für die Gäste weiter optimieren. Im Vordergrund steht dabei eine stärkere Dienstleistungsorientierung im gesamten Skigebiet.

Die Modernisierung der Anlagen und die substantielle Verbesserung der Zubringerleistung in die Skigebiete entsprechen ausgewiesenen Gästebedürfnissen und können durch die Fusion zielstrebig realisiert werden. Dazu gehören auch bessere Verbindungsbahnen innerhalb der Skigebiete.

Ausbau der Position auf den Märkten

Mit dem Zusammenschluss schaffen so die Bahnen zusammen mit der Marke Zermatt eine stärkere Position auf den internationalen Tourismusmärkten.

Ein Generationenentscheid

Diese Fusion ist ein klarer Ausdruck des Willens der Zermatter, dass die Entscheidungskompetenzen für die Gestaltung der Zukunft in eigenen Händen bleiben. Für Zermatt wird die Zustimmung zur Fusion an den Generalversammlungen einem Generationenentscheid gleichkommen - ein Meilenstein in der Geschichte des Bergdorfes am Fusse des Matterhorns.

Zermatt, 10. Oktober 2001


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