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Die alte Monte Rosa-Hütte gibt es nicht mehr

Am 14. Juli 2011 wurde die alte Monte Rosa-Hütte des SAC von der Schweizer Armee gesprengt. Damit gehört ein bewegendes Kapitel der SAC-Hüttengeschichte der Vergangenheit an.

Die Neue Monte Rosa-Hütte erstrahlt seit September 2009 als Kristall in der Felsenwelt des Monte Rosa-Massivs in ihrem Glanz und zieht Alpinisten aus der ganzen Welt in ihren Bann – wegen ihres Designs und ihrer Autarkie im Energiebereich. 

Die Baubewilligung für die neue Hütte wurde an die Bedingung geknüpft, dass die alte SAC-Hütte aus der Alpenwelt verschwindet. Das ist nun Tatsache. Mit einem Zentner Sprengstoff hat die Schweizer Armee dem über 100-jährigen Bauwerk ein Ende gesetzt. Jetzt existiert die alte Monte Rosa-Hütte nur noch in den Köpfen. Das allerdings in tausenden von Köpfen derjenigen Alöinisten, die die alte Monte Rosa-Hütte zu einer der meistbesuchten SAC-Hütten im Alpenraum gemacht hatten. 

Die Welt verändert sich 
Der Walliser Bote (WB), die NZZ sowie Radio DRS widmeten der alten Hütte eigentliche Nachrufe. So zitierte der WB in seiner Berichterstattung Peter Planche von der SAC-Sektion Monte Rosa: „Auf einen ‚Chlapf’ ist die Hütte zusammengefallen. Übrig bleibt lediglich ein Steinhaufen. Ein Stück Alpinismusgeschichte geht zu Ende. Doch die Zeiten ändern sich nun mal. Was will man tun?“ Die NZZ konzentrierte sich auf viel Geschichtliches. So stand in der Ausgabe vom 13. Juli zu lesen, dass „aus der einstigen Bétemps-Hütte mit 20 Schlafplätzen...“ 1940 nach einem der vielen Umbauten die eigentliche Monte Rosa-Hütte entstand. Auf einer Felsinsel zweier zusammenfliessender Gletscher gelegen, mit freiem Blick auf die markante Ostwand des Matterhorns, avancierte laut NZZ die Monte Rosa-Hütte alsbald zu einem Liebling der Berggänger. In verschiedenen Ausbauetappen wurde die Unterkunft, die vom Gornergrat aus in einem mehrstündigen Fussmarsch über den Gornergletscher zu erreichen ist, auf 160 Schlafplätze erweitert. „Mit über 10'000 Übernachtungen wurde 1982 ein Spitzenwert erreicht“, schreibt die NZZ weiter. Doch mangelnde Essplätze – nur 70 – und mangelnde sanitäre Einrichtungen führten schliesslich dazu, dass ein Neubau ins Auge gefasst werden musste. 

Buchtipp: 
„Monte Rosa – Königin der Alpen“, von Daniel Anker und Marco Volken, AS-Verlag.

Die Neue Monte Rosa-Hütte

Die alte Monte Rosa-Hütte wird gesprengt (Bild: VBS)

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