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Zermatt: Lass es schneien!

Damit Skifahrer und Snowboarder auch im Frühwinter auf guten Pisten fahren können, setzt Zermatt seinen Trumpf ein: Den Snowmaker. Die Schneemaschine fabriziert Temperatur unabhängig Schnee. Also auch bei Temperaturen über Null Grad Celsius und ermöglicht so, schon im Frühherbst Grundlagen für das unbeschwerte Pistenerlebnis im Winter zu legen.

Zermatt, das ist Schneesport während 365 Tagen im Jahr. Im Sommer auf dem Theodul-Gletscher, im Winter auf 360 Pistenkilometern. Die Pistenpräparationen für die Wintersaison sind jeweils ab Ende September/Anfang Oktober in vollem Gang. Das Hauptinstrument dazu: Der Snowmaker, eine riesige Schneimaschine, die auch bei Temperaturen über Null Grad Celsius Schnee herstellen kann.

Pioniermaschine für Zermatt
Die Schneimaschine ist eine Weiterentwicklung einer Entsalzungsanlage, die vor rund 30 Jahren in Israel entwickelt worden war. Aus der Entsalzungsanlage heraus konstruierten die Ingenieure der israelischen Firma IDE eine grosse Kühlanlage, die in den Goldminen von Südafrika zum Einsatz kommt. Das Abfallprodukt dieser Luftkühlung – ähnlich einem Kühlschrank – ist ein Eis-Schnee-Gemisch. Von da war für die findigen Ingenieure der technische Schritt zur Schneeproduktionsanlage nicht mehr gross. Im Jahr 2003 kamen erste Kontakte zwischen Zermatt und der israelischen Firma zustande.

Im Jahr 2008 wurde der weltweit erste Snowmaker nach Zermatt geliefert. Kurz darauf ging des zweite Exemplar in das österreichische Skigebiet Pitztal.

Durch Vakuum entsteht Schnee
Doch wie funktioniert die Schneianlage? Die Technologie basiert auf dem physikalischen Prinzip, wonach Wasser, das im Vakuum eingebracht wird, sofort zu einem gewissen Teil verdunstet – ohne dafür Siede-Temperaturen zu benötigen. Aber die Verdunstungsenergie als solche muss trotzdem von irgendwo her kommen. In diesem Fall entnimmt der verdunstende Teil des Wassers die Energie dem übrig gebliebenen anderen Teil des Wassers, worauf dieser stark abkühlt und dadurch kristallisiert. Dieses kristallisierte Wasser ist dann Schnee, analog Frühlingsschnee, der zur Präparation der Pisten eingesetzt wird. Eine Transportspirale fördert den Schnee nach draussen, wo Pistenbullys bereit stehen. Sie verteilen den Schnee im Frühherbst beispielsweise zwischen dem Theodul-Gletscher und der Bergstation Trockener Steg.
Der Snowmaker kommt im Frühherbst während rund zwei bis drei Wochen zum Einsatz. Dann läuft er 24 Stunden pro Tag. Gezielt wird die Maschine auch je nach Witterungs- und Schneeverhältnissen im Laufe des Winters und im Frühling eingesetzt.

Skitest – den Winter einläuten

Kurt Guntli von den Zermatt Bergbahnen AG ist der Projektmanager für die Riesenmaschine: „Dank dem Snowmaker können wir unseren Gästen schon ab Anfang Oktober die Durchfahrt vom Theodulgletscher bis Trockener Steg gewährleisten.“

Dann heisst es ab sofort – ab auf die Piste! Schneesportlern, die neue Ausrüstungen testen wollen, bieten die Zermatt Bergbahnen zusammen mit Zermatt Tourismus jedes Jahr ab Ende September ein interessantes Package: Die Skitest-Pauschale. Inbegriffen dabei: Zwei Übernachtungen, zwei Tage Skipass, zwei Tage Skitests mit neuen Skis und Tipps und Tricks von lizenzierten Skilehrern (siehe Link unten).

Führungen möglich
Wer sehen möchte, wie in Zermatt Schnee gemacht wird, kann an einer Snowmaker-Führung teilnehmen – nur für Gruppen ab 10 Personen mit telefonischer Anmeldung bei den Zermatt Bergbahnen. Tel. +41 27 966 01 01.

Besichtigung Beschneiung an den Pisten: Ab 19.01.2012 jeden Donnerstag, Treffpunkt in Skiausrüstung jeweils 10 Uhr, Bergstation Sesselbahn Gifthittli (Gebiet Gornergrat), Dauer ca. 45 Minuten, kostenlos. Da ist keine Anmeldung erforderlich.


Snowmaker, technische Daten

Gewicht des Vakuumkessels 30 Tonnen
Höhe der Maschine 11 Meter
Dauer des Aufbaus des Vakuumsca. 2,5 Std.
Einsatztage des Snowmakers ca. 10 – 14 Tage im Frühherbst
Einsatz des Snowmakers pro Jahr ca. 20 Tage
Schneeproduktion pro Tag 1900 Tonnen (bei 3000 kW)
Energieaufwand pro m3 Schnee 5-6 kW
Schneegewicht pro m3   500 – 600 kg


Weitere Qualitätsmassnahmen für gute Pisten

Insgesamt mehr als 65 Prozent der Zermatter Pisten können beschneit werden.

Beschneiung mittels Lanzetten und Niederdruckmaschinenüber 800 Schneeerzeuger
Anzahl Pistenbullys, die im Skigebiet von Zermatt eingesetzt werden30 Stk.
  
  

 

 

 

 

Zermatt Tourismus | Tel +41 27 966 81 00 | info@zermatt.ch