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Ein Jahr Fusion Zermatt Bergbahnen

15.02.2003

Die Zermatt Bergbahnen AG haben Grund zum Feiern: vor einem Jahr, am 15. Februar 2002 ist die grösste Seilbahnunternehmung in der Schweiz entstanden. Der Fusionsprozess ist seither weit vorangeschritten. Strukturen wurden bereinigt. Schwachstellen eruiert und teilweise bereits eliminiert. Der Zwischenabschluss entspricht den Zielsetzungen des Businessplans. Die Schlagkraft auf den internationalen Märkten wird gemeinsam mit der Destination Zermatt erhöht und viele neue Projekte sind geplant und bereit für die Umsetzung.

Symbolisch wird ein Jahr nach der Fusion die neue Gondelbahn Matterhorn-Express als erstes gemeinsames Projekt der fusionierten Zermatter Bergbahnunternehmung feierlich eingeweiht. Stolzer Pate ist Alt-Bundesrat Adolf Ogi.

Der Fusionsprozess

Durch die Fusion prallten vier verschiedene Betriebskulturen, Lohnsysteme und Buchhaltungen aufeinander. Unter den Mitarbeitern herrschte grosse Verunsicherung und von der Bevölkerung ein hoher Erwartungsdruck. Klare Zielsetzungen, viele Mitarbeitergespräche und eine offene Informationspolitik ermöglichten den Erhalt von einem grossen Mitarbeiterwissen in einer neuen Struktur und Transparenz in Zermatt. Die Marketingkräfte sind gebündelt, die Gästebetreuung konzentriert und die Tarife mit den Fahrplänen überarbeitet. Die internationale Marktbearbeitung kann mit konkreten Angeboten koordiniert und gezielt intensiviert werden. Die neue einheitliche Mitarbeiterbekleidung fördert die Identifikation der Mitarbeiter mit der neuen Unternehmung. Die Telefon- und Funkzentrale sowie die Informatik und die verschiedenen Informationssysteme sind zentralisiert. Der termingerechte Bau des Matterhorn-Express unterstützte wesentlich den Fusionsprozess.

Im Rahmen des Aufbaus der Zermatt Bergbahnen AG sowie der Restrukturierung der Burgergemeinde Zermatt wurde die Zermatt Support AG gegründet. Die eigenständige Firma übernimmt vorerst das Finanz- und Rechnungswesen der Zermatt Bergbahnen AG, der Matterhorn-Group und der Casino Kursaal Zermatt AG.

Strategische Ausrichtung

Die Zermatt Bergbahnen werden ihre Vorwärtsstrategie beibehalten und in den nächsten Jahren viele Projekte realisieren. Hierfür dienen die in kurzer Zeit erstellten Masterpläne für Bahnen und Pisten als Grundlage. So sind für das nächste Jahr die drei Sesselbahnen, Furggsattel, Gifthittli und Hörnli als Ersatzbahnen sowie mehrere Beschneianlagen geplant. Der Furggsattel-Express wird der erste Gletscherlift in der Schweiz sein. Investitionen werden gezielt eingesetzt um neuralgische Punkte und Altlasten zu beseitigen und um dem Gast den grössten Nutzen zu bringen. Bis im Jahre 2006 sind Investitionen in der Höhe von ca. CHF 100 Mio. geplant. Diese sollen hauptsächlich mit Eigenmitteln finanziert werden. Da die Fremdverschuldung nie 65% überschreiten soll, wird die Umsetzung der Projekte terminlich entsprechend angepasst.

Erfolgsrechnung (Zwischenabschluss 1.1. - 31.12.02)

Obwohl das erste Geschäftsjahr vom 1. Januar 2002 bis zum 30. April 2003 dauert, wurde auf Ende des Kalenderjahres ein Zwischenabschluss erstellt. Mit einem Betriebsertrag von 48 Mio. und einem Cash Flow von 18.5 Mio. sind die Ziele im Businessplan erreicht worden.

VerkehrsertragCHF47Mio.
Übriger ErtragCHF1Mio.
BetriebsertragCHF48Mio.
 
PersonalaufwandCHF18Mio.
Übriger Betriebsaufwand CHF9Mio.
BetriebsaufwandCHF27Mio.
 
EBITDACHF21Mio.44 %
 
Zinsen, SteuernCHF3Mio.
Cash FlowCHF18Mio. 37.5 %
 

Erreichtes Ziel

Das Ziel, die Schaffung einer starken Bergbahnunternehmung, welche den Zermatterinnen und den Zermattern gehört, wurde durch die Fusion in vollem Umfange erreicht. Die Gefahr, dass einzelne Teile des Gebietes unkontrolliert an auswärtige Grossinvestoren gehen, ist gebannt. Die Zermatt Bergbahnen haben heute die genügende Grösse, um langfristig allen freundlichen und feindlichen Übernahmen zu trotzen.

Das Unternehmen

Die Zermatt Bergbahnen AG betreiben 31 Seilbahnen mit einer Förderungskapazität von 50'660 Personen pro Stunde. Im Winter werden rund 200 km Piste unterhalten. Zusammen mit dem Winterkurort Cervinia sind es 400 km mit 59 Seilbahnen. Im Winter nennen 260 und im Sommer 180 Personen die Zermatt Bergbahnen als ihren Arbeitgeber. Somit gehört die Zermatt Bergbahnen AG zu einem der grössten Arbeitgeber der Region.

Die Fusion für die Destination Zermatt

Die Fusion ist der Ausdruck eines neuen Denkens in Zermatt. Nicht wirtschaftliche Not führte zum Zusammenschluss, sondern die Vernunft und das Bewusstsein, dass die Ziele gemeinsam besser zu erreichen sind. Die Fusion bringt für Zermatt eine neue qualitative Dimension und fördert den Destinationsgedanken.

Zermatt, 14. Februar 2003


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