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Slow Slopes

Drei Wintersportorte setzen auf Slow Slopes
Die Suva, die bfu und Seilbahnen Schweiz SBS fördern das gemütliche Fahren und die Sicherheit auf Skipisten: Im Rahmen eines drei Jahre dauernden Pilotversuchs wurden 2009/2010 sogenannte Slow Slopes, Langsamfahrpisten für Geniesser und Einsteiger lanciert. Im bevorstehenden Winter werden weitere Erfahrungen gesammelt. Falls die Slow Slopes zu erwarteten Verkehrsberuhigungen führt, sollen die neu markierten Pisten in möglichst vielen Skigebieten eingeführt werden.

Langsamfahrer und Pistenflitzer, die sich in die Quere kommen: In den drei Destinationen Zermatt, Thyon und Grindelwald soll dies der Vergangenheit angehören. Im Rahmen eines Pilotversuchs werden in diesen Skistationen Pisten ausgeschildert, die ausschliesslich für Langsamfahrerinnen und -fahrer reserviert sind. Diese sogenannten Slow Slopes sind ein Gemeinschaftsprojekt von Seilbahnen Schweiz, der Suva und der bfu.

Nichts für Pistenflitzer
«Die hohe Geschwindigkeit einiger Schneesportler wurde in den vergangenen Jahren in den Medien immer öfters zum Thema − einerseits haben sich die Rahmenbedingungen im Schneesport so verändert, dass die Leute schneller fahren, anderseits wird von Experten das Tempo als Unfallursache genannt», sagt Samuli Aegerter, Verantwortlicher der Schneesportkampagne der Suva. «Mit der Schaffung von Slow Slopes wollen die Beteiligten einen Kontrapunkt setzen und die Sicherheit aber auch das langsamere Fahren auf den Skipisten fördern.» Die Slow Slopes richten sich an alle gemütlich und langsam fahrenden Schneesportler. «Auf Slow Slopes haben Pistenflitzer nichts verloren − hier fahren alle mit reduziertem Tempo und rücksichtsvoll. Das wirkt nicht nur verkehrsberuhigend sondern hilft auch mit, die Zahl schwerer Unfälle zu verringern. Weniger Unfälle ist der Wunsch aller Beteiligten: Der Schneesporttreibenden, der Suva, der bfu und der Seilbahnbranche. Von allen Seiten erhofft man eine Sensibilisierung für das Thema Tempo auf Skipisten.
Positive Reaktionen in Grindelwald und Zermatt
Bereits vor sechs Jahren wurde in Grindelwald eine Langsamfahrpiste mit dem Namen Tempo 30 Piste installiert. Seither sind im Bereich dieser Piste rückläufige Unfallzahlen zu verzeichnen. Im vergangenen Winter hat Zermatt erste Erfahrungen mit Langsamfahrpisten gesammelt. «Die Reaktionen darauf waren überaus positiv und die Pisten entsprachen einem Kundenbedürfnis», sagt Christen Baumann, CEO Zermatt Bergbahnen AG. Dass die Suva, die bfu und die Bergbahnen für die Aktion zusammenspannen, liegt für ihn auf der Hand. «Da die Slow Slopes in die Schneesport-Kampagne der Suva eingebunden sind, können wir wesentlich mehr Personen erreichen, als wenn lediglich einzelne Skiorte die Pisten signalisieren.»

Die drei am Pilotversuch teilnehmenden Wintersportorte werden Slow Slopes auf stark frequentierten blauen Pisten anlegen, wo sich Einsteiger, langsam Fahrende und Schneesportschulen bevorzugt aufhalten. Damit Skifahrer und Snowboarder die Lang-samfahrpisten auch als solche erkennen, werden diese als «Slow Slope» signalisiert. Die Suva übernimmt während der Pilotphase einen grossen Teil der Materialkosten. Wer auf den Slow Slopes schnell fährt statt langsam gleitet, wird vom Pistendienst zurechtgewiesen. Dieser soll vor allem während Tageszeiten mit grosser Personenfre-quenz vermehrt zum Einsatz kommen. Samuli Aegerter betont jedoch, dass es nicht darum gehe, schnelleren Fahrern den Spass zu verderben sondern vielmehr darum, schwächere Schneesportler zu schützen. «Für geübte Fahrer stehen genügend an-spruchsvolle Pisten zur Verfügung», ist Christen Baumann überzeugt.

Gäste werden befragt
Am Ende der Skisaison wird eine erste Bilanz des Pilots gezogen. Unter anderem wird die Suva vor Ort eine Befragung durchführen. Ausserdem werden die Erfahrungen der Pisten- und Rettungsdienste in die Auswertung einbezogen. Wenn die Slow Slopes einem Bedürfnis der Schneesportlerinnen und -sportler entsprechen und das Projekt zur Beruhigung auf den Schneesportabfahrten beiträgt, ist es das Ziel aller Beteiligten im Hinblick auf die Wintersaison 2011/2012 in weiteren Schweizer Schneesportdesti-nationen Langsamfahrpisten anzubieten.

Zermatt Tourismus | Tel +41 27 966 81 00 | info@zermatt.ch