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Skitouren: Zu Füssen die Täler, über dem Kopf das Weltall

Wenn im Frühling die Temperaturen angenehmer und die Tage länger werden, zieht es die Skitourengänger in die Höhe. Zermatt ist der Ausgangspunkt der schönsten und spannensten Skitouren der Alpen.

Frühling im Hochgebirge – das heisst: schönstes Wetter und traumhafte Licht- und Schneeverhältnisse. Dann ziehen die Tourengänger mit Gletscherbrille, viel Sonnencreme und noch mehr Enthusiasmus Richtung 4000er, zu den gleissenden Schneefeldern oberhalb von Zermatt. Ihnen liegen die Bergtäler zu Füssen, in der Ferne wabert der Stadtsmog. Der knirschende Schnee, der rhythmische Atem der Bergkameraden, das sind die einzigen Geräusche, die unter der Himmelskuppel ans Ohr dringen. Nichts verfälscht das Erlebnis zwischen Ewigem Schnee und dem dunkelblauen Weltall.

Ein Zeitfenster von wenigen Wochen
Für Skitouren braucht es nebst perfektem Wetter gute Schneeverhältnissen, aber auch Verhältnisse, die geringe Gefahren von Lawinen bergen. Dies ist im Frühling am ehesten gegeben. Darum sind zwischen Mitte März bis Mitte Mai auch einige SAC-Hütten in der Umgebung von Zermatt offen. Sie bieten ein währschaftes Nachtessen, einen warmen Schlafplatz und ein Frühstück, das einen gut in den Tag starten lässt: die Monte Rosa Hütte (im Frühling offen vom 20.3.-20.5.2012), die Schönbiel Hütte (Ende März bis Mitte Mai) und die Täschhütte (April/Mai).

„Haute Route“ und andere Klassiker
In jedem Fall ist es für Skitourenanfänger ratsam, die Touren mit einem erfahrenen Bergführer anzugehen. „Skitouren eignen sich für gute Skifahrer. Wer physisch in Form ist und schon einmal ein paar Schwünge ausserhalb planierter Pisten gemacht hat, kann sich ruhig an die einfachen Touren heranwagen“, sagt Reinhard Zeiter, Präsident vom Alpin Center Zermatt. Der erfahrene Bergführer und Skilehrer empfiehlt Skitourenanfängern als eindrückliche Skitourenpremiere die „Pfulwe“, eine Tour, die von der Fluhalp (2'607 m) aus über die Pfulwe (2'694 m) nach Täsch (1'696 m) führt.

Unter Tourengängern extrem beliebt sind auch das Allalin-, Breit- und das Strahlhorn. Wer konditionell und technisch gut drauf ist, wagt sich an den absoluten Klassiker, die Haute Route. Sie führt in sechs Tagen von Saas Fee über Zermatt nach Chamonix. „Diese Durchquerung der Alpen zeigt die unterschiedlichsten alpinen Landschaften und ist die Königstour“, sagt Reinhard Zeiter. Geht es aber um eine Tagestour, so ist seine Lieblingstour mit Gästen die Schwarztor-Tour. Auch wenn sie „klein“ ist, darf man sie konditionell trotzdem – wie alle Skitouren – nicht unterschätzen. Sie führt vom Klein Matterhorn (3'880 m) über die Breithornplatte (ca. 4000 m) zum Schwarztor (3'731 m) und über den Schwärzi- und Gornergletscher hinunter zur Gletscherzunge und nach Furi (1'867 m). „Erfahrene Skitourengänger könnten bei dieser Tour auch noch das Breithorn und sehr geübte den Pollux ‚mitnehmen’“, sagt Zeiter.
Patrouille des Glaciers: Die Härtetour der Cracks
Zu den klassischen Touren gibt es noch eine andere, viel sportlichere Variante: Die Patrouille des Glaciers PDG, das härteste Bergrennen der Welt. Sie findet alle zwei Jahre statt (2012 und ff.) und ist ein hochstehendes sportliches Ereignis. Das Rennen startet in Zermatt und führt über die Berge und Gletscher nach Arolla und zum Zielort nach Verbier. Vom 25. bis 28. April 2012 starten 750 Teams mit 2250 Athletinnen und Athleten. Sie überwinden 53 Kilometer Distanz und 8000 Höhenmeter. Der Zermatter Topathlet und Schweizermeister im Skitourenfahren, Martin Anthamatten, verteidigt mit seinen beiden Teamkollegen dieses Jahr den Sieg und die Bestzeit von 5:52 Stunden.

Wichtig: Die Ausrüstung
Zur Ausrüstung gehören die speziellen Skitourenskis. Hinzu kommen Felle, die aufgezogen werden können, speziell leichte Skischuhe, ein Lawinensuchgerät sowie je nach Tour auch eine Glescherausrüstung (Klettergurt, Seil etc.) und Harscheisen, die an die Skis geschnallt werden können. Gute Kleidung, die im Zwiebelsystem verwendet wird, ein guter Rucksack mit Getränken in Thermoskannen sowie Esswaren, um ein Absinken des Blutzuckerspiegels zu vermeiden. Wer nicht mit einem Bergführer unterwegs ist, braucht auch Lawinenschaufel und Lawinensonde. Das Ausrüstungsmaterial hat sich in den vergangen Jahren sehr verändert: „Alles ist viel leichter geworden“, fasst Reinhard Zeiter zusammen. Schuhe und Bindungen sind ergonomisch angepasst und angenehm zu tragen. Für eine komplette Ausrüstung (ausser Kleider) muss man zwischen CHF 1500 und 2000 rechnen.

Zufriedene Skitouren-Fans
„Die Anstrengung des Aufstieges geben den Tourengängern zusammen mit der Abfahrt grosse Zufriedenheit“, fasst Reinhard Zeiter zusammen.

Patrouille des Glaciers (PDG), 25.-28.4.2012:
Alpines Skitourenrennen, organisiert von der Schweizer Armee. Alle zwei Jahre, 2012 und ff.

Gebirgslauf Zermatt:
Jedes Jahr, jeweils Ende Februar. Je nach Kategorie zu überwindende Höhenmeter: Bis knapp 1500 m.

Zermatt Tourismus | Tel +41 27 966 81 00 | info@zermatt.ch